„OpenGLAM.at“ -Kulturhackathon an der FH St. Pölten

Eventberichte
FH St. Pölten
Wie können durch offene Daten von Galerien, Bibliotheken, Archiven und Museen wirtschaftlich nutzbare Projekte entstehen? Was verbindet Kunst und Kultur mit Menschen? Wie wird eine Herausforderung zur Innovation?

Diesen Fragen und Aufgaben widmete sich der Kulturhackathon OpenGLAM.at Anfang Juni an der Fachhochschule St. Pölten. Vertreter*innen der genannten Institutionen und Kreative waren eingeladen, in drei Tagen spannende Ideen und Projekte zu entwickeln.

Daten sichtbar machen
Ziel des OpenGLAM.at-Kulturhackathons ist es, Daten aus Sammlungen, Bibliotheken, Archiven und Museen sichtbar zu machen. Denn offene Daten bieten Chancen für Kooperationen und neue Erkenntnisse – in der Wissenschaft und Wirtschaft ebenso wie im Bereich von Kunst und Kultur.

Die Hackathon-Teilnehmer*innen waren für drei Tage eingeladen, mit Daten aus dem Fundus des kulturellen Erbes zu experimentieren, Projekte zu entwickeln sowie Vorhaben und Prototypen zu entwerfen. Gemeinsam konnten die Teilnehmer*innen kreativ an bereits existierende Datenpools anknüpfen und ihr Wissen und ihre Interessen verbinden.

Geschichten , Schauplätze und öffentliche Archive
Eine Projektgruppe untersuchte, wie das Erzählen und Sammeln von Geschichten für die Datenerforschung genutzt werden können, um Bedeutungen hinter/zwischen/mit Fakten zu finden. Ein anderes Team machte sich Gedanken, wie ein pluralistisches, interaktives und demokratisches, öffentliches, digitales Archiv gestaltet werden kann.

Ein drittes Team untersuchte, wie der öffentliche Raum als Schauplatz für die Identitätskonstruktion genutzt werden kann. Ziel war eine Karte, in die man den Namen einer öffentlichen Person eingeben kann. Die Karte sollte Straßen, Plätze und Denkmäler aufzeigen, die nach dieser Person benannt sind, und einige weitere Informationen enthalten, z. B. wann die Straße benannt oder das Denkmal errichtet wurde.

„Die Intention der Veranstaltung war, Datensätze zu Kunst- und Kulturgütern aus Depots, Kellern und Vitrinen zu holen und Menschen aus Wissenschaft, Kultur, Forschung und Technik zugänglich zu machen. Mit den entwickelten Projektkonzepten sind wir einen großen Schritt weiter“, erklärt Sylvia Petrovic-Majer, selbstständige Kulturwissenschaftlerin, Gründerin der Arbeitsgruppe OpenGLAM in Österreich und Organisatorin der Veranstaltung.

Workshop zu Augmented Reality für Unternehmen
Parallel zum Kulturhackathon fand ein Workshop statt, der sich damit befasste, wie Unternehmen Augmented Reality einsetzen können. Sergiu Ardelean von Artivive zeigte das innovative Potenzial von AR im Unternehmenskontext und präsentierte Best Practices von AR-Anwendungen. Alle Teilnehmenden konnten im Workshop innovatives Storytelling mithilfe von AR-Tools selbst erproben und sogar eigene AR-Projekte erstellen.

Der Workshop fand in Kooperation mit dem St. Pölten Innovationsnetzwerk SMARTUP und E.I.N.S, dem Entrepreneurship and Innovation Network for Smart and Sustainable European Regions der von der FH St. Pölten koordinierten E³UDRES² European University statt.

„Die FH St. Pölten definiert sich als offene Hochschule, für die unter anderem Interdisziplinarität, Kreativität, Medien und Digitalisierung einen besonders hohen Stellenwert haben. Dass der OpenGLAM-Kulturhackathon Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Fachgebieten, wie zum Beispiel Kunst- und Wissenschaftsvermittlung, Museums- und Musikpädagogik, Digitalisierung, Medientechnik, Medienwirtschaft, Kommunikation und Kulturmarketing zusammenbrachte, passt daher perfekt zu unseren Zielen. Wir freuen uns daher Partnerin, Unterstützerin und Austragungsort des OpenGLAM-Kulturhackathon sein zu können“, sagt FH-Geschäftsführer Hannes Raffaseder.

Die Veranstaltung wird gefördert vom Land Niederösterreich (Abteilung Kunst und Kultur sowie Abteilung Wissenschaft und Forschung) und der Kulturabteilung der Stadt St. Pölten und findet in Kooperation mit der FH St. Pölten, dem Projekt EIT HEI E.I.N.S. (Entrepreneurship and Innovation Network for Smart and Sustainable European Regions) und der Universität Wien im Rahmen des Projektes Cultural Heritage 2.0 und der Initiative SmartUp St. Pölten statt. Das Event wird von vielen weiteren Institutionen unterstützt.

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